Sie behaupten, die von Ihnen gelieferten Gläser seien mit einem Edelgas gefüllt. Andere Hersteller können die Gasfüllung im Raum zwischen den Scheiben durch das Vorhandensein einer verschlossenen Einfüllöffnung belegen, durch die die Befüllung vorgenommen wurde. Diese Öffnung fehlt bei Ihren Gläsern, so dass ich annehmen muss, dass es sich hier um eine gewöhnliche luftgefüllte Doppelverglasung handelt.
Antwort: Ob eine Öffnung für die Füllung des Glaszwischenraums mit einem Edelgas vorhanden ist oder nicht, sagt nur etwas über das verwendete Verfahren bei der Herstellung der Zweischeiben-Isolierverglasung. Früher entstand diese durch Verbindung von zwei Glasscheiben mit Hilfe eines Abstandhalters, anschließendes Absaugen der Luft mittels einer Vakuumpumpe durch die von Ihnen genannte Öffnung und schließlich die Befüllung mit Edelgas. Dieses technische Verfahren hat jedoch mehrere Schwachstellen: die Luft aus dem Glaszwischenraum lässt sich nicht bis zum völligen Vakuum absaugen, so dass in einem solcherart hergestellten Isolierglas in Abhängigkeit von der Temperatur und der Feuchtigkeit der Umgebungsluft eine unterschiedlich große Luftmenge mit unterschiedlichen Eigenschaften zurückbleibt. Beim modernen Produktionsverfahren erfolgt die Verbindung der beiden Glasscheiben in Vakuumkammern, die mit dem Edelgas gefüllt sind. Diese Technologie führt zu einer konstanten und dauerhaften Edelgasfüllung im Glaszwischenraum unabhängig von den äußeren klimatischen Bedingungen. |
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